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Wie Anna-Maria Wagner mit FLEXVIT-Bändern an Explosivität, Stabilität und Reha arbeitet

Ein Interview mit Anna-Maria Wagner: Judo stellt Athletinnen und Athleten vor ganz eigene körperliche Anforderungen. Explosive Zugbewegungen, schnelle Richtungswechsel, maximale Körperspannung und permanente Zweikampfsituationen verlangen nicht nur Kraft und Technik, sondern auch Stabilität, Kontrolle und ein präzises Körpergefühl.

„Im Judo kann jeder gewinnen“

Judo stellt Athletinnen und Athleten vor ganz eigene körperliche Anforderungen. Explosive Zugbewegungen, schnelle Richtungswechsel, maximale Körperspannung und permanente Zweikampfsituationen verlangen nicht nur Kraft und Technik, sondern auch Stabilität, Kontrolle und ein präzises Körpergefühl.

Genau deshalb spielt Athletiktraining im modernen Judo eine immer größere Rolle — ebenso wie gezielte Präventions- und Rehaarbeit. Gemeinsam mit dem Deutscher Judo-Bund hat FLEXVIT dafür sogar spezielle judospezifische Sparring-Bänder entwickelt, die typische Bewegungsmuster wie Zug-, Dreh- und Aufziehbewegungen simulieren sollen.

Im Gespräch mit Anna-Maria Wagner ging es deshalb nicht nur um Wettkampfvorbereitung und Training, sondern auch um die Rolle der Bänder im Alltag einer Spitzensportlerin: von explosiven Wettkampfdrills über Schulter-Reha bis hin zu kleinen stabilisierenden Übungen, die im Leistungssport oft den Unterschied machen.

Die zweifache Weltmeisterin und Olympiamedaillengewinnerin spricht dabei sehr offen über Verletzungen, Prävention, Wettkampfstress und darüber, warum für sie oft gerade die kleinen Trainingsdetails entscheidend sind.

Interview mit Anna-Maria Wagner

FLEXVIT: Anna-Maria, seit wann machst du Judo und was fasziniert dich bis heute an der Sportart?

Anna-Maria Wagner:
Ich mache Judo seit 21 Jahren. Mich fasziniert erstmal dieser Zweikampf. Und ich finde einfach schön, dass Judo irgendwie für jeden und jede ist.

Wir haben verschiedene Gewichtsklassen und selbst innerhalb der Gewichtsklassen sehen die Athletinnen und Athleten komplett unterschiedlich aus. Egal welche Statur du hast — du kannst ins Judo gehen und deine Spezialtechniken auf deinen Körper anpassen.

Und das Schöne ist: Im Judo kann jeder gewinnen. Oft entscheidet eine Sekunde. Selbst jemand, den vorher keiner auf dem Zettel hatte, kann am Ende des Tages ganz oben stehen. Das finde ich einfach cool an der Sportart.

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FLEXVIT: Was waren bisher deine größten sportlichen Erfolge?

Anna-Maria Wagner:
Die zwei Weltmeistertitel auf jeden Fall. Und dann natürlich Olympia 2021 mit Bronze im Einzel und im Team.

Bei den letzten Spielen war es sportlich der fünfte Platz, also ganz knapp an Bronze vorbei. Dafür durfte ich Fahnenträgerin für Team Deutschland sein. Das war persönlich ein riesiges Highlight.

Das kann man auch schwer mit einer Medaille vergleichen, weil das nochmal eine andere Form von Wertschätzung ist. Eine Medaille erkämpfst du dir selbst — das liegt in deiner eigenen Hand. Fahnenträgerin zu sein, ist etwas, das dir von außen entgegengebracht wird.

FLEXVIT: Seit wann trainierst du mit FLEXVIT-Bändern?

Anna-Maria Wagner:
Ich glaube, das ist ungefähr vor einem Jahr entstanden. Unser Athletiktrainer ist damals mit FLEXVIT ins Gespräch gekommen.

Im Judo arbeiten wir schon länger mit sogenannten „Korea-Bändern“. Das sind sehr starke Bänder, die wir vor allem für explosive Zug- und Eindrehbewegungen nutzen. Die waren aber schwer zu bekommen — gerade nach Corona gab es da große Engpässe.

Dann hat FLEXVIT angefangen, dafür spezielle Bänder zu entwickeln. Erst kamen Testbänder, später dann die Prototypen. So hat sich das nach und nach entwickelt.

FLEXVIT: Welche Bänder nutzt ihr konkret?

Anna-Maria Wagner:
Für uns wurden spezielle FLEXVIT Sparring-Bänder entwickelt: Yuko, Wazari und Ippon — benannt nach den Wertungen im Judo.

Ich nutze am häufigsten das Wazari-Band. Dazu kommen leichtere Bänder für Stabilisations- und Rehaübungen, gerade für Schulterarbeit oder Rotationsbewegungen.

FLEXVIT: Was macht diese speziellen Judo-Bänder so besonders?

Anna-Maria Wagner:
Mit den Bändern simulieren wir im Prinzip den Gegner beziehungsweise die Judojacke. Normalerweise haben wir Ärmel oder Revers in der Hand und wollen den Gegner bewegen oder uns eindrehen. Genau diese Bewegungen trainieren wir mit den Bändern.

Je nachdem, was wir trainieren wollen, nehmen wir unterschiedliche Widerstände. Wenn wir zum Beispiel ganz viele Wiederholungen oder schnelle Frequenzen machen, dann nehmen wir ein leichteres Band. Für explosive Sachen eher die sehr starken Bänder.

Gerade vor Wettkämpfen machen wir damit viel Schnelligkeit und Explosivität. Dafür braucht man Bänder, die brutal stark sind. Die kannst du eigentlich gar nicht nur mit den Armen ziehen — da musst du mit dem ganzen Körper arbeiten.

FLEXVIT: Welche Rolle spielen die Bänder generell im Judotraining?

Anna-Maria Wagner:
Zum einen natürlich für diese ganzen Zug- und Eindrehbewegungen. Aber auch im Reha-Bereich spielen sie eine große Rolle.

Judo ist schon ein verletzungsreicher Sport und man muss immer wieder kleinere Muskelgruppen gezielt ansteuern oder stabilisieren. Gerade wenn man noch nicht wieder mit schweren Gewichten arbeiten kann, sind die Bänder total wertvoll. Man kann damit sehr punktuell arbeiten.

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FLEXVIT: Nutzt du die Bänder auch persönlich viel im Reha-Training?

Anna-Maria Wagner:
Ja, extrem viel. Ich war letztes Jahr öfter verletzt, vor allem an der Schulter. Da habe ich wirklich bis zum Abwinken Innen- und Außenrotation gemacht.

Da geht es gar nicht darum, die Bewegung wieder zu lernen, sondern eher darum, die kleinen Muskeln rund um die Schulter stark zu machen, damit das Gelenk stabil und gut zentriert ist.

Das war irgendwann wirklich nicht mehr wegzudenken. Und ich baue das bis heute immer wieder ein, auch wenn es längst nicht mehr so intensiv ist wie direkt nach der Verletzung.

FLEXVIT: Welche Vorteile haben die FLEXVIT-Bänder für dich gegenüber anderen Tools?

Anna-Maria Wagner:
Sie nehmen kaum Platz weg und sind super praktisch fürs Reisegepäck. Wir sind viel unterwegs und können nicht ständig großes Equipment mitnehmen.

Und im Vergleich zu klassischen Gummibändern merkt man schon Unterschiede. Diese dünnen Therabänder reißen irgendwann oder kleben zusammen. Die FLEXVIT-Bänder sind deutlich robuster.

Außerdem finde ich die Struktur gut. Die Spannung verteilt sich gleichmäßig und die Übungen fühlen sich dadurch sauberer an.

FLEXVIT: Haben sich dadurch auch eure Trainingsmethoden verändert?

Anna-Maria Wagner:
Ja, schon ein Stück weit. Seit wir gutes Material haben und auch genügend Bänder da sind, bauen wir Übungen mit den Bändern deutlich regelmäßiger ins Training ein.

Vorher hatte man halt irgendwelche alten Gummibänder. Jetzt nutzt man die Bänder viel selbstverständlicher im Training.

FLEXVIT: Nutzt du die Bänder eher alleine oder gemeinsam mit Trainer und Team?

Anna-Maria Wagner:
Beides. Ich war auch schon öfter allein unterwegs und habe die Bänder dann irgendwo befestigt oder eingeschlungen.

Im Teamtraining bauen wir sie oft in Zirkel ein. Wenn wir zum Beispiel ganz viele Eindreh- oder Aufziehbewegungen trainieren, arbeitet man oft zu zweit zusammen. Aber die Übungen an sich bleiben gleich — egal ob alleine oder im Team.

FLEXVIT: Welche Rolle spielen die Bänder in deiner Wettkampfvorbereitung?

Anna-Maria Wagner:
Vor Wettkämpfen sind die Bänder extrem wichtig für mich.

Da geht es viel darum, den Körper zu aktivieren und bestimmte Schwachstellen gezielt vorzubereiten. Gerade bei meiner Schulter weiß ich inzwischen genau, worauf ich achten muss.

Ich mache dann viele Stabilisationsübungen für Schulter und Rumpf und versuche, den Körper gut zu zentrieren und vorzubereiten, bevor überhaupt das eigentliche Aufwärmprogramm startet.

FLEXVIT: Kann man sagen, dass die Bänder auch zur Verletzungsprävention beitragen?

Anna-Maria Wagner:
Ja, schon. Wobei das bei mir meistens daraus entstanden ist, dass ich mich erstmal verletzt habe.

Danach weiß man natürlich genauer, wo die eigenen Schwachstellen liegen und arbeitet gezielt daran, dass das nicht nochmal passiert. Dann wird aus Reha irgendwann auch Prävention.

FLEXVIT: Welche Bedeutung haben die Bänder inzwischen insgesamt für dich?

Anna-Maria Wagner:
Ich würde nie sagen: „Nur wegen dem Band bin ich erfolgreich geworden.“ Dafür ist Leistungssport viel zu komplex.

Aber es ist definitiv ein kleines Puzzlestück in diesem ganzen System. Im Leistungssport versucht man an allen Stellschrauben zu arbeiten und das Band gehört für mich inzwischen einfach dazu.

Gerade in der Reha war es ein wichtiger Wegbegleiter. 2023 war bei mir stark von Verletzungen geprägt und 2024 ging es dann wieder darum, fit in die Wettkampfvorbereitung zu kommen. Dafür waren die Übungen mit den Bändern definitiv wertvoll.

FLEXVIT: Wie hast du die Zusammenarbeit mit FLEXVIT erlebt?

Anna-Maria Wagner:
Ich finde es erstmal total cool, dass diese Zusammenarbeit überhaupt entstanden ist. Da muss man vor allem unserem Athletiktrainer Simon ein großes Lob aussprechen, weil er die Idee mit eingebracht hat. (Simon Schnell war Bundestrainer Athletik beim Deutschen Judo-Bund von 2018-2024 und ist mittlerweile Nationaltrainer Athletik bei Pentathlon Suisse, Anm. der Redaktion)

Und ich fand es schön, dass Tim und FLEXVIT das direkt angenommen haben. Da wurde wirklich gemeinsam getüftelt, bis diese speziellen Judo-Bänder entstanden sind.

Gerade auch diese Testphase war spannend. Die Bänder wurden immer wieder ins Training eingebaut und die Athleten haben Feedback gegeben — was funktioniert und was nicht. Daraus ist dann am Ende das Produkt entstanden.

FLEXVIT: Zum Abschluss noch ein Blick nach vorne — wie sieht deine aktuelle Situation sportlich aus?

Anna-Maria Wagner:
Im Moment versuche ich ehrlich gesagt einfach ein bisschen auf meinen Körper zu hören.

Die letzten Jahre vor Olympia waren extrem intensiv und ich habe gemerkt, dass ich erstmal Abstand brauche. Deshalb ziehe ich dieses Jahr auch keinen Judoanzug mehr an.

Aktuell mache ich viel Krafttraining, gehe laufen und kümmere mich darum, meinen Körper wieder richtig fit zu bekommen. Nach den Spielen hatte ich auch Probleme mit dem Knie und musste wieder Reha machen. Gleichzeitig merke ich dann wieder die Schulter und arbeite daran weiter.

Ich versuche gerade einfach das zu machen, was mir gut tut — körperlich und mental. Und dann schaue ich Schritt für Schritt, was als Nächstes kommt.

FLEXVIT: Vielen Dank für das Gespräch und die offenen Einblicke.

Anna-Maria Wagner:
Sehr gerne.

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Kurzporträt: Anna-Maria Wagner

Anna-Maria Wagner zählt seit Jahren zu den erfolgreichsten deutschen Judoka. Die Athletin des Deutschen Judo-Bunds gewann unter anderem zwei Weltmeistertitel sowie olympische Bronzemedaillen im Einzel- und Teamwettbewerb 2021 in Tokio. Bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris war sie zudem Fahnenträgerin von Team Deutschland.

Im Rahmen der Partnerschaft zwischen FLEXVIT und dem DJB arbeitet Wagner regelmäßig mit den speziell entwickelten FLEXVIT Sparring-Bändern, die gezielt auf die Anforderungen des Judosports abgestimmt wurden. Die Zusammenarbeit entstand gemeinsam mit dem Athletikteam des Verbandes und wird bis heute kontinuierlich weitergeführt und im Trainingsalltag integriert.

Mehr Informationen: https://flexvit.band/pages/judo-training-flexvit-baender

Zu den FLEXVIT Sparring Bändern: https://flexvit.band/products/sparring

Anmerkung: Das Interview wurde transkribiert und für sprachliche Klarheit sowie Lesbarkeit bearbeitet. Inhaltliche Aussagen wurden dabei nicht verändert.

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